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Manuelle Medizin nach Dr. Furter

Die Manuelle Medizin nach Dr. Furter ist eine Form der Tiefengewebs-, Muskel- und Faszienbehandlung. 
Ziel ist es, die Beweglichkeit zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und die körpereigene Regeneration zu unterstützen.

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Ablauf einer Behandlung

Die Manuelle Medizin nach Dr. Furter ist eine Ölmassage, bei der ein spezieller Massagestern zum Einsatz kommt. Dieser ermöglicht eine gezielte und punktuelle Druckausübung auf Muskeln und Faszien.

Im Gegensatz zu einer klassischen Massage liegst du dabei meist nicht vollständig entspannt auf der Liege, sondern nimmst aktiv bestimmte Positionen ein. Dadurch werden die zu behandelnden Muskel- und Faszienstrukturen sanft vorgedehnt, sodass einzelne Spannungsbereiche gezielter erreicht werden können.

Während bei einer klassischen Massage häufig großflächig gearbeitet wird, ermöglicht diese Vorgehensweise eine präzisere Behandlung einzelner Muskelstränge, Verhärtungen und schmerzempfindlicher Bereiche. So können die betroffenen Gewebestrukturen gezielt bearbeitet werden.

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Während der gesamten Behandlung stehen wir in engem kommunikativen Austausch - so können wir genau die Schmerzpunkte bearbeitet, die für deine Beschwerden ausschlaggebend sind.

Die Behandlung kann intensiv bis schmerzhaft sein, aber immer in einem Maß, das für dich gut erträglich ist. Da jeder Körper und jedes Körperareal individuell reagiert, ist es mir sehr wichtig, von dir zu hören mit welcher intensität wir an welcher Stelle arbeiten wollen.

Nach der Behandlung kann es vereinzelt zur Bildung von Hämatomen kommen. Diese entstehen durch die intensive Bearbeitung des Gewebes und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage wieder ab. Viele Klienten berichten, dass die Hämatombildung bei wiederholten Behandlungen abnimmt.

Gebe deinem Körper nach der Massage etwas Zeit für die Erholung. Er kann auf die intensive Behandlung mit vorübergehender Müdigkeit oder leichtem Druckschmerz reagieren. Viele spüren aber auch gleich nach der Behandlung schon eine gewisse Leichtigkeit und größere Bewegungsfreiheit. Viel trinken, leichte Bewegung und der Verzicht auf körperliche Überanstrengung können helfen, Beschwerden zu verringern und den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen. 

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Hintergrund der Therapie:

Studien zeigen, dass Tiefengewebsmassagen bei der Linderung chronischer Rückenschmerzen wirksamer sind als klassische therapeutische Massagen. 
Die genauen Mechanismen werden noch wissenschaftlich erforscht – es gibt jedoch plausible Erklärungsansätze:


Im Körper entstehen durch natürliche Stoffwechselprozesse kontinuierlich Säuren, die normalerweise neutralisiert und ausgeschieden werden. Stress, Bewegungsmangel, einseitige Belastungen oder intensive körperliche Beanspruchung können die natürlichen Regenerations- und Stoffwechselprozesse des Körpers beeinflussen. In der Literatur wird diskutiert, dass dabei Veränderungen des lokalen Gewebemilieus entstehen können, die mit Schmerzen und Entzündungsprozessen in Zusammenhang stehen. Bei bestimmten Entzündungs- und Verschleißprozessen können sich zudem Kalkablagerungen im Gewebe bilden. Solche Veränderungen werden unter anderem bei einigen Sehnen- und Gelenkerkrankungen beobachtet und können mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehen.
 

Wenn Faszien „verkleben“

Bei länger bestehenden Verspannungen oder Entzündungsprozessen können sich die mechanischen Eigenschaften des Binde- und Fasziengewebes verändern. Dies kann dazu führen, dass das Gewebe weniger gleitfähig wird und die Beweglichkeit eingeschränkt erscheint.

Die betroffenen Faszien verlieren an Elastizität und Zugkraft, wodurch die Beweglichkeit der Muskelfasern deutlich eingeschränkt wird. Gleichzeitig können Nervenbahnen, die durch dieses Gewebe verlaufen, eingeengt oder gereizt werden – was häufig starke Schmerzen verursacht.

Solche funktionellen Veränderungen lassen sich mit bildgebenden Verfahren nicht immer eindeutig darstellen und werden daher bei der Ursachenforschung chronischer Beschwerden zunehmend berücksichtigt. 

 

Manuelle Medizin als Therapie

Durch gezielte manuelle Reize sollen die lokale Durchblutung, die Gewebebeweglichkeit und die Körperwahrnehmung gefördert werden. Dies kann dazu beitragen, Spannungszustände zu reduzieren und die natürlichen Regenerationsprozesse des Körpers zu unterstützen.

Es wird angenommen, dass die Behandlung durch mechanische Reize, verbesserte lokale Durchblutung, Veränderungen der Schmerzverarbeitung und eine Verbesserung der Gewebebeweglichkeit zur Beschwerdelinderung beitragen kann

Verbindung zur TCM:

Durch die gezielte Massage werden auch Akupunkturpunkte und körpereigene Reflexzonen angesprochen. Besonders am Rücken befinden sich viele wichtige Punkte, die in direkter Verbindung zu den Yin- und  Yang-Organen sowie zur Nährung von Blut und Qi stehen. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielt die Behandlung der sogenannten „Rücken-Shu-Punkte" eine zentrale Rolle, insbesondere bei einer ganzheitlichen Therapie chronischer Erkrankungen.

Quellen:
M. Romanowski et. al, 2012, A comparison of the effects of deep tissue massage and therapeutic massage on chronic low back pain

McCarthy GM, Dunne A (2020): Calcium crystals and auto-inflammation. Rheumatology (Oxford); 59(1): 247-248

Dr. Jacob (https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/6882/entzuendungen-und-schmerzen-durch-uebersaeuerung/) 

Deval et. al. 2010, Acid-sensing ion channels (ASICs): pharmacology and implication in pain

Kondrup et. al. 2022, The deep fascia and its role in chronic pain and pathological conditions: A review

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